Hier finden Sie aktuelles zu COVID 19

Welche Länder/Regionen sind von Erkrankungen mit dem
neuartigen Coronavirus betroffen?
Aktuelle Fallzahlen, betroffene Länder und Informationen zu Risikogebieten
finden Sie auf den Seiten des Robert Koch-Instituts unter
www.rki.de/covid-19-risikogebiete und www.rki.de/covid-19-fallzahlen.
In Deutschland sind bislang nur wenige bestätigte Fälle aufgetreten.
Was ist zurzeit über die Ursache dieses Ausbruchs
bekannt?
Der Ausbruch wird durch ein neuartiges Coronavirus verursacht,
das zu der gleichen Gruppe Coronaviren gehört wie das SARS- und
MERS-Virus (ß-Coronaviren). Inzwischen erhielt das neuartige
Coronavirus den offiziellen Namen „SARS-CoV-2“, die Atemwegserkrankung,
die es auslöst, wird als „COVID-19“ bezeichnet. Man
nimmt an, dass der Vorläufer des neuartigen Coronavirus von Wildtieren
stammt. Derzeit wird davon ausgegangen, dass sich die ersten
Patienten Anfang Dezember auf einem Markt in Wuhan angesteckt
haben, der am 1.1.2020 geschlossen wurde.
Wie schätzt das Robert Koch-Institut die Lage in
Deutschland ein?
Die aktuelle Einschätzung des Robert Koch-Instituts zur Lage in
Deutschland finden Sie unter www.rki.de/covid-19-risikobewertung.
Welche Krankheitszeichen werden durch das neuartige
Coronavirus ausgelöst?
Wie andere Erreger von Atemwegserkrankungen kann eine Infektion
mit dem neuartigen Coronavirus zu Krankheitszeichen wie
Husten, Schnupfen, Halskratzen und Fieber führen. Einige Betroffene
leiden auch an Durchfall. Bei einem Teil der Patienten scheint
das Virus mit einem schwereren Verlauf einherzugehen und zu Atemproblemen
und Lungenentzündung zu führen. Todesfälle traten allerdings
bisher vor allem bei Patienten auf, die älter waren und / oder
bereits zuvor an chronischen Grunderkrankungen litten. Derzeit
liegt der Anteil der Todesfälle, bei denen die Erkrankung mittels
Labortest bestätigt wurde, bei etwa 2 Prozent. Es ist aber wahrscheinlich,
dass dieser Anteil tatsächlich geringer ist, weil sich die Daten
auf Patienten beziehen, die im Krankenhaus behandelt wurden.
Wie wird das neuartige Coronavirus übertragen?
Das neuartige Coronavirus ist von Mensch zu Mensch übertragbar.
Es wurden auch Fälle bekannt, in denen sich Personen bei Betroffenen
angesteckt haben, die nur leichte oder unspezifische Krankheitszeichen
gezeigt hatten.
Das neuartige Coronavirus verursacht in erster Linie Atemwegserkrankungen
(siehe Frage „Welche Krankheitszeichen werden durch
das neuartige Coronavirus ausgelöst?“.) Es ist davon auszugehen,
dass die Übertragung – wie bei anderen Coronaviren auch – primär
über Sekrete der Atemwege erfolgt. Die neuartigen Coronaviren
wurden auch in Stuhlproben einiger Betroffener gefunden. Ob das
neuartige Coronavirus auch über den Stuhl verbreitet werden kann,
ist noch nicht abschließend geklärt.
Siehe auch Frage „Wie kann man sich vor einer Ansteckung schützen“
und „In welchen Situationen ist das Tragen eines Mund-Nasen-
Schutzes in der Allgemeinbevölkerung zum Schutz vor akuten Atemwegsinfektionen
sinnvoll?“
Wie lange dauert es, bis die Erkrankung nach Ansteckung
ausbricht?
Derzeit wird davon ausgegangen, dass es nach einer Ansteckung bis
zu 14 Tage dauern kann, bis Krankheitszeichen auftreten.
Wie kann man sich vor einer Ansteckung schützen?
Wie bei Influenza und anderen Atemwegserkrankungen schützen das
Einhalten der Husten- und Nies-Etikette, eine gute Händehygiene,
sowie Abstand zu Erkrankten (etwa 1 bis 2 Meter) auch vor einer
Übertragung des neuartigen Coronavirus. Diese Maßnahmen sind
auch in Anbetracht der Grippewelle überall und jederzeit angeraten.
Welche Behandlungsmöglichkeiten stehen für das
neuartige Coronavirus zur Verfügung?
Nicht alle Erkrankungen nach Infektion mit dem neuartigen Coronavirus
verlaufen schwer. Bei den in Deutschland bekannt gewordenen
Fällen standen bisher meist Erkältungssymptome im Vordergrund.
Im Zentrum der Behandlung der Infektion stehen die optimalen
unterstützenden Maßnahmen entsprechend der Schwere des Krankheitsbildes.
Eine spezifische, d. h. gegen das neuartige Coronavirus
selbst gerichtete Therapie steht derzeit nicht zur Verfügung.
Antworten auf häufig gestellte Fragen zum
neuartigen Coronavirus (SARS-CoV-2)
Letzte Aktualisierung: 26.02.2020
Gibt es einen Impfstoff, der vor dem neuartigen
Coronavirus schützt?
Momentan steht kein Impfstoff zur Verfügung. In China soll Medienberichten
zufolge ein erster Impfstoffkandidat ab Ende April 2020
in einer klinischen Studie erprobt werden. Wann ein Impfstoff zur
Verfügung stehen könnte, ist derzeit nicht absehbar.
Was sollten Personen tun, die Sorge haben, sich mit
dem neuartigen Coronavirus angesteckt zu haben,
oder die aus Regionen zurückkehren, in denen es zu
Übertragungen kommt?
▶ Personen, die (unabhängig von einer Reise) einen persönlichen
Kontakt zu einer Person hatten, bei der das neuartige Coronavirus
SARS-CoV-2 im Labor nachgewiesen wurde, sollten sich
unverzüglich – auch wenn sie keine Krankheitszeichen haben
– an ihr zuständiges Gesundheitsamt wenden. Das zuständige
Gesundheitsamt kann über eine Datenbank des Robert Koch-
Instituts (RKI) ermittelt werden.
▶ Personen, die sich in einem vom Robert Koch-Institut ausgewiesenen
Risikogebiet aufgehalten haben, sollten – auch wenn sie
keine Krankheitszeichen haben – unnötige Kontakte vermeiden
und nach Möglichkeit zu Hause bleiben. Beim Auftreten von
Krankheitszeichen der Atemwege, sollten sie die Husten- und
Niesetikette sowie eine gute Händehygiene beachten und nach
telefonischer Voranmeldung mit Hinweis auf die Reise, eine
Ärztin oder einen Arzt aufsuchen.
▶ Für Reisende aus Regionen, in denen Fälle von COVID-19 (das
ist die Atemwegserkrankung, die durch das neuartige Coronavirus
ausgelöst wird) vorkommen, gilt: Wenn Sie innerhalb von
14 Tagen nach Rückreise Fieber, Husten oder Atemnot entwickeln,
sollten Sie – nach telefonischer Anmeldung und mit Hinweis
auf die Reise – eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen.
Zudem sollten Sie unnötige Kontakte vermeiden und nach Möglichkeit
zu Hause bleiben sowie die Husten- und Niesetikette
und eine gute Händehygiene beachten.
▶ Für alle Flugreisende aus China gilt seit dem 15.2.2020 ein
besonderes Verfahren (siehe Pressemitteilung des Bundesministeriums
für Gesundheit). Unter anderem werden sie befragt, ob
sie Kontakt mit Coronavirus-Infizierten hatten oder sich im
Infektionsgebiet aufgehalten haben. Personen an Bord, die
offensichtlich krank sind oder eine ansteckende Krankheit
haben könnten, müssen gemeldet werden.
Warum müssen Kontaktpersonen 14 Tage in Quarantäne?
Eine weitere Ausbreitung des neuartigen Coronavirus soll so weit
wie möglich verhindert oder zumindest verlangsamt werden. Hierfür
ist es notwendig, die Personen, die Kontakt zu Menschen hatten,
bei denen das neuartige Coronavirus im Labor nachgewiesen wurde,
möglichst lückenlos zu identifizieren und ihren Gesundheitszustand
für die maximale Dauer der Zeit, die zwischen einer Ansteckung und
dem Auftreten von Krankheitszeichen (14 Tage) liegt, in häuslicher
Quarantäne zu beobachten. In dieser Zeit ist das Gesundheitsamt
mit den Betroffenen täglich in Kontakt, um den Gesundheitszustand
zu beobachten und rasch zu handeln, falls Krankheitszeichen auftreten
sollten. Gleichzeitig werden die Kontakte der Betroffenen auf
ein Minimum reduziert, damit das Virus im Zweifelsfall nicht weiterverbreitet
werden kann.
Für Kontaktpersonen legt das Gesundheitsamt im Einzelfall das konkrete
Vorgehen fest. Zu den Empfehlungen kann gehören, zuhause zu
bleiben, Abstand von Dritten zu halten sowie auf eine gute Belüftung
der Wohn- und Schlafräume zu achten und Haushaltsgegenstände
wie beispielsweise Geschirr und Wäsche nicht mit Dritten zu teilen,
ohne diese zuvor wie üblich zu waschen. Wenn die Möglichkeit
besteht, sollte ein eigenes Badezimmer genutzt werden. Hygieneartikel
sollten nicht geteilt werden und die Wäsche sollte regelmäßig
und gründlich wie üblich gewaschen werden. Das Einhalten der
Husten- und Nies-Etikette, die Benutzung von Einwegtaschentüchern
beim Naseputzen und regelmäßige Händehygiene sind wichtig,
damit die Viren im Falle einer tatsächlichen Ansteckung nicht unnötig
in der Umgebung verteilt werden.
Angehörige können die Kontaktperson im Alltag zum Bespiel durch
Einkäufe unterstützen. Enger Körperkontakt sollte vermieden werden.
Auch können sie helfen, indem sie für gute Belüftung der Wohnund
Schlafräume sorgen und auf regelmäßige Händehygiene achten.
Oberflächen, mit der die betroffene Person in Berührung kommt,
wie beispielsweise Tische oder Türklinken, sollten regelmäßig mit
Haushaltsreiniger gereinigt werden.
Besteht die Gefahr sich über importierte Lebensmittel,
Oberflächen oder Gegenstände mit dem neuartigen
Coronavirus anzustecken?
Coronaviren, die Atemwegserkrankungen verursachen können, werden
in der Regel über Sekrete des Atmungstrakts übertragen. Gelangen
diese infektiösen Sekrete an die Hände, die dann beispielsweise
das Gesicht berühren, könnte auch auf diese Weise eine Übertragung
stattfinden. Deshalb ist eine gute Händehygiene wichtiger Teil der
Vorbeugung.
Hingegen ist eine Übertragung über unbelebte Oberflächen bisher
nicht dokumentiert. Eine Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus
über Oberflächen, die nicht zur direkten Umgebung eines
Erkrankten gehören, wie beispielsweise importierte Waren, Postsendungen
oder Gepäck erscheint daher unwahrscheinlich. Generell
ist das gründliche Händewaschen ein wichtiger Bestandteil der
persönlichen Hygiene und kann vor einer Vielzahl weiterer Infektions-
Antworten auf häufig gestellte Fragen
zum neuartigen Coronavirus
Letzte Aktualisierung: 26.02.2020
krankheiten wie beispielsweise Magen-Darm Erkrankungen schützen.
Unabhängig davon hat die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
keine Aufgaben im Bereich der Bewertung von Lebensmitteln
oder Gegenständen. Fragen zu dem Thema gehören in den Zuständigkeitsbereich
des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR), für
das Thema Arbeitsschutz ist die Bundesanstalt für Arbeitsschutz
und Arbeitsmedizin (BAuA) verantwortlich.
Ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes
in der Allgemeinbevölkerung zum Schutz vor akuten
Atemwegsinfektionen sinnvoll?
Die wichtigsten und effektivsten Maßnahmen zum persönlichen
Schutz sowie zum Schutz von anderen Personen vor der Ansteckung
mit Erregern von Atemwegsinfektionen sind die korrekte
Husten- und Nies-Etikette, eine gute Händehygiene und das
Abstandhalten (ca. 1 bis 2 Meter) von krankheitsverdächtigen
Personen. Diese Maßnahmen sind in Anbetracht der Grippewelle
aber überall und jederzeit angeraten.
Wenn eine an einer akuten Atemwegsinfektion erkrankte Person
sich im öffentlichen Raum bewegen muss, kann das Tragen eines
Mund-Nasen-Schutzes (z. B. eines chirurgischen Mundschutzes) durch
diese Person sinnvoll sein, um das Risiko einer Ansteckung anderer
Personen durch Tröpfchen, welche beim Husten oder Niesen entstehen,
zu verringern (Fremdschutz).
Für die optimale Wirksamkeit ist es wichtig, dass der Mund-Nasen-
Schutz korrekt sitzt. Dieser muss eng anliegend getragen werden
und bei Durchfeuchtung gewechselt werden. Während des Tragens
sollte er nicht (auch nicht unbewusst) verschoben werden. Lassen
Sie sich von einer medizinischen Fachkraft beraten, ob diese Maßnahme
in Ihrem konkreten Fall empfehlenswert ist, welche Maske für
Sie geeignet ist und wie man die Maske richtig anlegt bzw. wechselt.
Hingegen gibt es keine hinreichenden Belege dafür, dass das Tragen
eines Mund-Nasen-Schutzes das Risiko einer Ansteckung für eine
gesunde Person, die ihn trägt, verringert. Nach Angaben der WHO
kann das Tragen einer Maske in Situationen, in denen dies nicht
empfohlen ist, ein falsches Sicherheitsgefühl erzeugen. Das kann
dazu führen, dass zentrale Hygienemaßnamen wie eine gute Händehygiene
vernachlässigt werden.
Was bedeutet die von der Weltgesundheitsorganisation
(WHO) ausgerufene „Gesundheitliche Notlage mit
internationaler Tragweite“?
Die WHO hat am 30.1.2020 festgestellt, dass es sich beim aktuellen
Ausbruch durch das neuartige Coronavirus in China um eine
„Gesundheitliche Notlage mit internationaler Tragweite“ handelt.
Die WHO hat dabei für die betroffenen und die angrenzenden Staaten
eine Reihe von Empfehlungen zur Eindämmung und Kontrolle
Antworten auf häufig gestellte Fragen
zum neuartigen Coronavirus
des Ausbruchsgeschehens ausgesprochen. Für Deutschland hat die
Einstufung keine direkten Folgen, da die WHO-Empfehlungen hier
bereits erfüllt sind.
Wo kann ich erfahren, ob eine Reise in ein betroffenes
Land noch sicher ist?
Gesundheitsempfehlungen bei Auslandsreisen werden vom Auswärtigen
Amt gegeben. Aktuelle Informationen zu der Sicherheitssituation
in einzelnen betroffenen Ländern sind auf den Länderseiten
des Auswärtigen Amtes im Internet einzusehen.
Wo finde ich weitere Informationen?
Weitere (Fach-)Informationen zum neuartigen Coronavirus sind auf
den Internetseiten des Robert Koch-Instituts zu finden.
Aktuelle Einschätzung zur Sicherheit von Reisenden in betroffene
Regionen gibt das Auswärtige Amt.
Darüber hinaus finden Sie aktuelle Einschätzungen der Lage auf den
Seiten der Weltgesundheitsorganisation.
Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG), einige Bundesländer
und Krankenkassen haben Hotlines für Bürger geschaltet.
Herausgeberin:
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Köln
Alle Rechte vorbehalten
Diese Bürgerinformationen werden fortlaufend aktualisiert
und kostenlos zum Download abgeboten unter
https://www.infektionsschutz.de/coronavirus-SARS-CoV-2.htm